Soll ich auf Fotos wirklich posieren? Alle Vor- und Nachteile




Inhalt:





„Lene, du musst mir dann sagen, was ich machen soll!“ Diesen oder ähnliche Hilferufe höre ich vor fast jedem meiner Fotoshootings. Ich selbst habe das sogar auch schon gesagt, als ich mich fotografieren liess.


Denn komischerweise kommt, sobald eine Kamera auf uns gerichtet ist, das Bedürfnis nach „so musst du es machen“ oder „so siehst du gut aus“ - Anweisungen auf, weil wir uns schlagartig unsicher fühlen. Die eine mehr, die andere weniger.


Zur Vorbereitung auf das Fotoshooting wird Google nach Posen für Fotos befragt.

Natürlich gibt es jede Menge davon. Doch sollte man für Fotos überhaupt posieren? Was spricht dafür und was dagegen? Wann kann es hilfreich sein und wann kontraproduktiv?


In diesem Artikel erfährst du von 5 Vorteilen und 5 Nachteilen von Posen für Fotos. Ich hoffe, sie helfen dir dabei, dir selbst eine Meinung zu bilden und entscheiden zu können, ob du auf deinen Fotos posen möchtest oder nicht.




Vorteil 1: Posen für Fotos geben dir Sicherheit


Geht's dir auch so? Sobald eine Kamera auf dich gerichtet ist, fühlst du dich unwohl. Du weisst nicht, was du machen oder wohin du schauen sollst und vor allem: Wohin mit den Armen? Vielleicht fängst du auch an, dich ganz anders als sonst - einfach irgendwie merkwürdig - zu verhalten. Oder du erstarrst vor Schreck gleich ganz zur Salzsäule. So sehen dann auch die Bilder aus.


Wenn du jetzt denkst, du bist ein hoffnungsloser Fall, so kann ich dich beruhigen:

1. Du bist damit nicht allein.

2. Es gibt eine Lösung - nämlich die richtigen Posen für deine Fotos.


Dein Fotograf oder deine Fotografin hilft dir dabei, die Posen zu finden, die zu dir und deinen gewünschten Bildern passen. Der Vorteil von Posen für Fotos ist, dass du genau weisst, was du während deinem Fotoshooting machen musst. Und das gibt Sicherheit. Für noch mehr Sicherheit kannst du die Posen vorher sogar üben.




Vorteil 2: Das Ergebnis wird genau so,

wie du es benötigst


Vielleicht hattest du schon mal ein Fotoshooting und hast hinterher festgestellt:

Das sind zwar nette Bilder, aber für das, was du vorhast, nicht geeignet. Das eine Bild, was du gebraucht hättest, ist nicht dabei. Und dafür hast du auch noch viel Geld ausgegeben. Wie frustrierend ist das denn bitte?


Das Gute an Posen für Fotos ist, dass schon vorher klar ist, welche Bilder entstehen werden. Das ist wichtig, wenn du die Bilder für einen bestimmten Zweck benötigst, z.B. für deine Business-Webseite. Hier möchtest du eine spezielle Botschaft vermitteln, eine besondere Atmosphäre rüberbringen und vor allem: Vertrauen aufbauen. Dafür brauchst du genau die Bilder und Posen, die unterstützen, was du sagen möchtest - was uns direkt zum nächsten Vorteil bringt.




Vorteil 3: Du kannst dein Fotoshooting genau planen



Du weisst, dass du für deine Webseite unbedingt ein Headerbild brauchst, auf dem du zur Seite schaust und mit dem Finger in die Luft zeigst - denn dort willst du später Text einfügen? Super! Oder, dass das Portrait dich von deiner linken Seite zeigen soll, weil es später rechts neben deinem Über mich Text stehen soll? Hervorragend!


Vielleicht hast du ein Coaching Business und brauchst ein Bild, auf dem man dich voll in deinem Element gestikulierend in einer Gesprächssituation sieht? Oder wie du eine Powerpose machst, weil das einfach super zu deiner Zielgruppe passt?


Je genauer du weisst, was du mit deinen Bildern später vor hast und was sie vermitteln sollen, umso besser. Das macht dein Fotoshooting und die Posen für deine Fotos planbar. Du kannst Beispielbilder raussuchen, verschiedene Outfits ausprobieren und dir dazu passende Hintergründe und Locations überlegen. Du wirst sehen. Das macht sogar Spass.



Vorteil 4: Du kannst dich gut auf die Posen für deine Fotos vorbereiten



Irgendwann in deinem Leben hast du bestimmt auch schon einmal heimlich vor dem Spiegel Posen aus irgendwelchen Frauenzeitschriften nachgemacht oder? Dann könnte dir diese Erfahrung jetzt von Nutzen sein. Und wenn nicht, ist das jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen.


Die Posen zu üben, hilft dir, dich auf dein Fotoshooting vorzubereiten. Nur sollten es nicht irgendwelche Posen sein, sondern die, die zu deinem Vorhaben passen. Googel doch mal nach Beispielposen und probiere aus, mit welchen Posen du dich wohlfühlst. Á propros Wohlfühlen. Das ist das Wichtigste bei deinem Fotoshooting.

Hier habe ich dir 12 Tipps zusammengestellt, wie's gelingt - auch wenn du nicht so gerne fotografiert wirst.




Vorteil 5: Du kannst dir sicher sein: Es werden gute Bilder entstehen


Eine Pose für ein Foto ist etwas sehr konkretes, denn sie überlässt nichts dem Zufall. Du stehst nicht einfach mit baumelnden Armen da oder hüpfst wild durch’s Bild in der Hoffnung, dass zufällig ein gutes Bild entsteht, nein. Durch eine Pose wird dein Bild, wie oben schon erwähnt, planbar. Damit steigt die Chance, dass am Ende Bilder entstehen, die genau das zeigen, was du wolltest.



Fazit


Du siehst: Je nachdem, was es für Bilder werden sollen oder wofür du sie brauchst, können Posen für Fotos sinnvoll sein, z.B. für Businessbilder, Firmenportraits oder in der Werbefotografie.


Meiner Meinung nach ist eine Pose allein aber nicht ausreichend. Die Pose wirkt erst lebendig, wenn auch die Persönlichkeit des zu fotografierenden Menschen durchscheint. Ich glaube die Kunst besteht darin, Posing und Persönlichkeit zusammenzubringen.



Kommen wir nun zu den Nachteilen von Posen für Fotos.




Nachteil 1: Deine Bilder werden austauschbar


Ich habe einmal eine Collage einer Fotografin gesehen, die sich auf Boudoir Fotografie spezialisiert hat. Die Collage bestand aus Bildern von ganz vielen unterschiedlichen Frauen in der gleichen Pose: ihrer Silhouette von hinten vor einem Fenster.


Diese Bilder der Frauen waren perfekt fotografiert, sehr ästhetisch, schön und auch sexy. Allerdings sahen die Bilder und damit auch die Frauen alle gleich aus. Der offensichtlichste Nachteil von Posen für Fotos liegt damit auf der Hand: Die Individualität geht verloren. Die Bilder wirken beliebig. Was uns direkt zu Nachteil Nummer 2 führt.




Nachteil 2: Deine Persönlichkeit rückt in den Hintergrund


Eine einstudierte Pose kann dazu führen, dass ein Bild zwar einen Menschen abbildet aber im Grunde nichts über die Person aussagt. Es mag Situationen geben, in denen genau das gewollt ist.


Aber in der Regel wünschen sich Menschen Bilder:

  • auf denen sie sich wiedererkennen

  • die zeigen, wer sie wirklich sind

  • die sie stolz anschauen und sagen können: Ja das bin ich. Und so wie ich bin, gefalle ich mir.

Was uns ohne Umschweife zum nächsten Nachteil bringt.




Nachteil 3: Die Posen können unnatürlich wirken


Sicher hast du diese Bilder auch schon gesehen: steifer Anzug, breites Grinsen in die Kamera und eine völlig verkrampfte Haltung. Man fragt sich beim ansehen des Bildes: Warum tut dieser Mensch das? Vermutlich weil er musste. Und genauso sieht's auch aus.


Posen können einen Menschen völlig anders wirken lassen, als er wirklich ist. Ja sie können ihn sogar entstellen. Gerade neulich erzählte mir ein Kunde, dass er für ein Mitarbeiterportrait, die Arme vor dem Körper verschrenken sollte. Er fühlte sich dabei überhaupt nicht wie er selbst, weil es einfach nicht seine Pose war.




Nachteil 4: Posieren kann ganz schön anstrengend sein


Bitte den Arm hinter den Kopf, den Kopf ein bisschen weiter nach links, Augen auf, Mund zu, ein bisschen mehr Zähne aaah nein, zu viel, doch lieber weniger, ach und Luft anhalten nicht vergessen.... Für Fotos zu posen, kann ganz schön anstrengend sein.


Man muss sehr aufmerksam sein, sich nach Anweisungen des Fotografen oder der Fotografin elegant verrenken und dabei auch noch gut aussehen. Puuuh, das hört sich nicht nur ermüdend an, sondern ist es auch.




Nachteil 5: Du machst dich mit einstudierten Posen ganz verrückt


Gehörst du zu den Menschen, die gerne perfekt vorbereitet sind (also ich schon)?

Das hat auf jeden Fall auch seine Vorteile aber: Man kann es auch übertreiben, in diesem Fall mit einstudierten Posen, die du vor dem Spiegel übst.


Sind wir doch mal ehrlich. Im Leben gibt es doch schon genug Dinge, über die wir uns Gedanken machen (müssen) oder? Da brauchen wir uns doch nicht auch wegen Posen für Fotos verrückt machen. Falls dir das nicht so leicht fällt, habe ich hier eine tolle Übung für dich, um dich locker zu machen.




Fazit

Es gibt Anwendungsbereiche in denen es etwas entspannter zu und her gehen darf und Posen eher hinderlich sind. Zum Beispiel bei der Paar- und Hochzeitsfotografie, Familienfotografie und auch bei Fotoshootings für Frauen sind einstudierte Posen nicht nötig.


Überleg dir darum vor deinem Fotoshooting, was für Bilder du dir wünschst und wofür du sie verwenden möchtest. Davon hängt ab, ob dir Posen bei deinem Fotoshooting helfen oder eher nicht.


Wenn du noch nicht weisst, welche Art von Fotoshooting das Richtige für dich sein könnte, dann empfehle ich dir diesen Blogartikel. Darin stelle ich dir verschiedene Fotoshooting Arten für Frauen vor. Ganz sicher ist auch die passende für dich dabei.





Hast du trotz der Vorteile das Gefühl: Posen ist nicht so dein Ding?


Ich kann dich gut verstehen. Darum wird

bei meinen Fotoshootings getanzt, anstatt gepost.



 

Lene ist ausgebildete Fotografin und hilft Frauen, zu erkennen, wie schön sie sind. Mit ihrer einfühlsamen Art, Gesprächen, Meditation, Musik und Tanz schafft sie während ihrer Fotoshootings eine Wohlfühlatmosphäre. Die Berlinerin liebt ihre Wahlheimat Bern, die Aare, Schokolade, flache Pfirsiche und Salsa tanzen.

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